Vegane Plätzchen mit Haferflocken

Diese veganen Plätzchen mit Haferflocken sind knusprig, angenehm nussig und schnell vorbereitet. Obwohl sie ohne Ei und klassische Butter auskommen, lassen sie sich problemlos formen und behalten beim Backen ihre Form.

Zarte Haferflocken und gemahlene Mandeln bilden die Basis. Dinkelmehl sorgt zusätzlich für eine stabile Konsistenz, während vegane Butter die Plätzchen mürbe macht. Gesüßt wird mit Ahornsirup. Dadurch schmecken sie angenehm süß, ohne dass eine große Menge Haushaltszucker im Teig landet.

Außerdem brauchst du weder Ei-Ersatzpulver noch eine lange Liste ungewöhnlicher Zutaten. Schließlich sollen Plätzchen Freude machen und keinen kleinen Ausflug durch fünf verschiedene Spezialgeschäfte erfordern.

Was macht diese veganen Haferflocken-Plätzchen besonders?

Viele vegane Haferkekse werden mit Banane oder Apfelmus gebacken. Das funktioniert zwar gut, allerdings werden solche Kekse häufig eher weich und saftig.

Bei diesem Rezept steht eine knusprigere Plätzchenkonsistenz im Mittelpunkt. Deshalb verwenden wir weder Banane noch Apfelmus. Stattdessen verbinden vegane Butter, Ahornsirup und Dinkelmehl die trockenen Zutaten miteinander.

Gemahlene Mandeln machen die Plätzchen etwas feiner und geben ihnen einen leicht nussigen Geschmack. Gleichzeitig bleiben genügend ganze Haferflocken sichtbar, sodass der Haferflockencharakter nicht heimlich durch die Hintertür verschwindet.

Welche Haferflocken eignen sich?

Zarte Haferflocken sind für dieses Rezept besonders gut geeignet. Sie verbinden sich leichter mit den übrigen Zutaten und ergeben einen gleichmäßigeren Teig.

Kernige Haferflocken bleiben hingegen fester und können die Plätzchen schneller bröselig machen. Falls du nur kernige Haferflocken zu Hause hast, kannst du sie einige Sekunden in einem Mixer zerkleinern. Sie müssen dabei nicht vollständig zu Hafermehl werden.

Die fertigen Plätzchen dürfen eine sichtbare Haferstruktur behalten. Schließlich soll man nicht nur am Rezepttitel erkennen, dass Haferflocken enthalten sind.

Warum kommt Dinkelmehl in den Teig?

Das Dinkelmehl verbessert die Bindung und sorgt dafür, dass sich der Teig zuverlässig formen lässt. Außerdem werden die Plätzchen dadurch stabiler, ohne dass ein Ei benötigt wird.

Gleichzeitig grenzt sich dieses Rezept klar von den bereits vorhandenen Haferflocken-Keksen ohne Mehl ab. Während diese häufig weicher ausfallen, erhalten die veganen Plätzchen mit Dinkelmehl eine mürbere und knusprigere Konsistenz.

Dinkelmehl Type 630 lässt sich in diesem Rezept normalerweise durch Weizenmehl Type 405 ersetzen. Vollkornmehl nimmt dagegen mehr Flüssigkeit auf. Wer es verwenden möchte, benötigt deshalb wahrscheinlich ein bis zwei zusätzliche Esslöffel Haferdrink.

Die richtige vegane Butter

Für ein zuverlässiges Ergebnis eignet sich vegane Butter aus dem Block besser als sehr weiche Streichmargarine. Ihr Fettgehalt ist meist höher, wodurch der Teig stabiler bleibt und beim Backen weniger stark auseinanderläuft.

Vor der Zubereitung sollte die vegane Butter weich, aber nicht geschmolzen sein. Ist sie sehr warm oder flüssig, kann der Teig klebrig werden. Außerdem verlaufen die Plätzchen dann stärker.

Die Kühlzeit ist deshalb wichtig. Während der 20 Minuten werden sowohl die vegane Butter als auch der Ahornsirup fester. Gleichzeitig können die Haferflocken einen Teil der Feuchtigkeit aufnehmen.

Warum wird Ahornsirup verwendet?

Ahornsirup bringt Süße und Feuchtigkeit in den Teig. Darüber hinaus hilft er dabei, die trockenen Zutaten zusammenzuhalten.

Ganz optional kann er in diesem Rezept leider nicht sein, weil er auch für die Konsistenz benötigt wird. Würde man ihn einfach weglassen, wäre der Teig deutlich trockener und bröseliger.

Die verwendete Menge ist jedoch bewusst moderat gehalten. Dadurch schmecken die Plätzchen angenehm süß, ohne dass das nussige Haferflockenaroma überdeckt wird.

Wichtig bleibt die korrekte Bezeichnung: Ahornsirup ist zugesetzter Zucker. Die Plätzchen kommen somit ohne raffinierten Haushaltszucker aus, sind aber nicht zuckerfrei.

So werden die Plätzchen knusprig

Wie knusprig die Plätzchen werden, hängt vor allem von ihrer Dicke und der Backzeit ab. Flachere Plätzchen trocknen beim Backen stärker aus und bekommen einen knusprigeren Rand.

Drücke die Teigkugeln deshalb bereits vor dem Backen ungefähr einen Zentimeter flach. Im Ofen laufen sie nur wenig auseinander.

Nach etwa 13 Minuten sind die Plätzchen meistens noch etwas weicher. Für mehr Knusprigkeit können sie 15–16 Minuten im Ofen bleiben. Beobachte dabei besonders die Ränder, weil gemahlene Mandeln relativ schnell bräunen.

Direkt nach dem Backen fühlen sich die Plätzchen noch weich an. Das ist normal und kein Zeichen dafür, dass sie misslungen sind. Während des Abkühlens wird die vegane Butter wieder fest und die Oberfläche bekommt mehr Biss.

Mandelblättchen als optionales Topping

Mandelblättchen passen geschmacklich zu den gemahlenen Mandeln im Teig. Gleichzeitig geben sie den Plätzchen eine schöne, aber nicht überladene Oberfläche.

Verteile nur wenige Blättchen auf jedem Plätzchen und drücke sie leicht an. Andernfalls können sie nach dem Backen herunterfallen – und niemand braucht Mandelkonfetti in der gesamten Küche.

Das Topping bleibt selbstverständlich optional. Auch ohne Mandelblättchen gelingen die Plätzchen und erhalten durch die gemahlenen Mandeln ein feines Aroma.

Kann ich die Plätzchen weihnachtlich abwandeln?

Obwohl die veganen Haferflocken-Plätzchen das ganze Jahr über schmecken, lassen sie sich problemlos in eine herbstliche oder weihnachtliche Variante verwandeln.

Ergänze dafür etwas mehr Zimt sowie eine kleine Prise Kardamom oder gemahlene Nelken. Auch etwas fein abgeriebene Bio-Orangenschale passt gut zu Haferflocken und Mandeln.

Bei zusätzlichen Gewürzen solltest du sparsam beginnen. Vor allem Nelken können sich geschmacklich sehr schnell in den Vordergrund drängen und benehmen sich dann ein wenig wie der Gast, der eigentlich nur kurz vorbeikommen wollte.

Wie bewahre ich die veganen Plätzchen auf?

Nach dem vollständigen Abkühlen kommen die Plätzchen in eine gut verschließbare Keksdose. Bei Zimmertemperatur bleiben sie ungefähr eine Woche haltbar.

Lege sie erst in die Dose, wenn wirklich keine Restwärme mehr vorhanden ist. Andernfalls kann sich Feuchtigkeit sammeln und die Plätzchen verlieren ihre knusprige Konsistenz.

Sind sie nach einigen Tagen etwas weich geworden, lassen sie sich bei 150 °C für etwa drei bis fünf Minuten aufbacken. Danach sollten sie erneut vollständig auskühlen.

Die fertigen Plätzchen können außerdem eingefroren werden. Verpacke sie luftdicht und taue sie später bei Zimmertemperatur auf. Durch kurzes Aufbacken werden die Ränder wieder knuspriger.

Kann der Teig vorbereitet werden?

Der Plätzchenteig lässt sich gut einige Stunden vorher zubereiten. Bewahre ihn bis zur Verwendung abgedeckt im Kühlschrank auf.

Nach einer längeren Kühlzeit wird die vegane Butter allerdings ziemlich fest. Deshalb sollte der Teig vor dem Formen ungefähr zehn Minuten bei Zimmertemperatur stehen.

Alternativ kannst du bereits Kugeln formen und diese gekühlt lagern. Vor dem Backen werden sie nur noch auf das Blech gesetzt, flach gedrückt und nach Wunsch mit Mandelblättchen versehen.

Konsistenz und wichtige Hinweise

Der fertige Teig sollte sich zusammendrücken und zu Kugeln formen lassen. Kleine Risse an den Rändern sind vollkommen in Ordnung und sorgen später sogar für das natürliche, handgemachte Aussehen.

Bröselt die Masse auseinander, gib zunächst nur einen Esslöffel Haferdrink hinzu. Knete den Teig anschließend erneut und warte kurz, bevor du weitere Flüssigkeit verwendest. Zu viel Haferdrink kann dazu führen, dass die Plätzchen weich statt knusprig werden.

Wirkt der Teig dagegen klebrig, helfen ein bis zwei Esslöffel Haferflocken. Danach sollte er nochmals zehn Minuten gekühlt werden.

Da sich vegane Butterprodukte in ihrem Wasser- und Fettgehalt unterscheiden, sollte das Rezept vor der Veröffentlichung einmal praktisch getestet werden. Prüfe dabei besonders die Formbarkeit, das Ausbreiten auf dem Blech und die passende Backzeit für den gewünschten Knuspergrad.

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Vegane Plätzchen mit Haferflocken

Diese veganen Plätzchen mit Haferflocken werden außen knusprig und bleiben innen leicht mürbe. Gemahlene Mandeln sorgen für einen feinen Geschmack, während Ahornsirup eine angenehme Süße mitbringt.
Vorbereitungszeit15 Minuten
Zubereitungszeit14 Minuten
Portionen 18 Plätzchen

Zutaten
  

  • 120 g zarte Haferflocken
  • 100 g Dinkelmehl Type 630
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 90 g weiche vegane Butter
  • 60 g Ahornsirup
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • ½ TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • optional 1–2 EL Haferdrink
  • optional 20 g Mandelblättchen als Topping

Anleitungen
 

  • Die weiche vegane Butter zusammen mit Ahornsirup und Vanilleextrakt in eine Schüssel geben. Anschließend alles mit einem Schneebesen oder Handrührgerät kurz cremig verrühren.
  • Haferflocken, Dinkelmehl, gemahlene Mandeln, Backpulver, Zimt und Salz in einer zweiten Schüssel vermischen.
  • Die trockenen Zutaten zur Buttermischung geben und alles mit einem Teigschaber oder den Händen zu einem formbaren Teig verarbeiten.
  • Sollte die Masse stark bröseln und sich nicht zusammendrücken lassen, zunächst einen Esslöffel Haferdrink einkneten. Nur bei Bedarf einen weiteren Esslöffel hinzufügen.
  • Den Teig abdecken und für 20 Minuten in den Kühlschrank stellen. Während dieser Zeit nehmen die Haferflocken Feuchtigkeit auf und die vegane Butter wird wieder fester.
  • Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
  • Aus dem Teig etwa 18 Kugeln formen. Diese mit etwas Abstand auf das vorbereitete Backblech setzen und mit den Fingern ungefähr einen Zentimeter flach drücken.
  • Nach Wunsch einige Mandelblättchen auf den Plätzchen verteilen und vorsichtig in die Oberfläche drücken.
  • Die veganen Haferflocken-Plätzchen auf der mittleren Schiene etwa 13–16 Minuten backen. Sobald die Ränder goldbraun sind, das Blech aus dem Ofen nehmen.
  • Die Plätzchen zunächst fünf Minuten auf dem Backblech ruhen lassen. Danach vorsichtig auf ein Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen.

Notizen

– Der Teig soll formbar, aber nicht klebrig sein. Deshalb den Haferdrink nur hinzufügen, wenn die Masse wirklich zu trocken ist.
– Die Plätzchen sind direkt nach dem Backen noch weich. Erst beim Abkühlen werden sie fester und knuspriger.
– Für besonders knusprige Plätzchen den Teig flacher drücken und bis zu einer deutlich goldbraunen Färbung backen.
– Ahornsirup ist zugesetzter Zucker. Das Rezept enthält zwar keinen raffinierten Haushaltszucker, ist aber nicht zuckerfrei.
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