Protein Riegel selber machen ohne Proteinpulver

Protein Riegel selber machen ohne Proteinpulver

Protein Riegel selber machen ohne Proteinpulver funktioniert auch mit ganz normalen Zutaten aus dem Vorratsschrank. Diese gebackenen Riegel erhalten ihr Eiweiß aus Kichererbsen, Haferflocken, Erdnussmus, Hanfsamen und knusprigen Soja-Crispies. Datteln bringen eine natürliche Süße mit, während eine dünne Schokoladenschicht für den kleinen Genussmoment sorgt.

Proteinriegel bestehen häufig aus Proteinpulver, Süßungsmitteln und einer ziemlich langen Liste weiterer Zutaten. Ich wollte deshalb eine Variante ausprobieren, die ohne Proteinpulver auskommt und trotzdem nicht einfach nur wie ein klassischer Müsliriegel schmeckt.

Die Kichererbsen machen die Riegel angenehm saftig, ohne dass sie weich oder fudgy wie Brownies werden. Haferflocken geben ihnen Struktur und natürlich darf die Haferflocke bei einem #hafrigen Snack nicht fehlen.

Darum werdet ihr diese Protein-Riegel lieben

  • ohne Proteinpulver
  • ohne raffinierten Zucker
  • natürlich mit Datteln gesüßt
  • mit Kichererbsen und Haferflocken
  • außen stabil und innen angenehm saftig
  • mit dünner Schokoladenschicht
  • knuspriges Topping aus Soja-Crispies
  • vegan
  • gut vorzubereiten und einzufrieren
  • praktisch für unterwegs

Wie werden Protein-Riegel ohne Proteinpulver eiweißreich?

Anstelle von Proteinpulver kombiniere ich für diese Riegel mehrere pflanzliche Eiweißquellen:

  • Kichererbsen
  • Haferflocken
  • Erdnussmus
  • Hanfsamen
  • Soja-Crispies

Die selbstgemachten Riegel erreichen dadurch nicht unbedingt den Eiweißgehalt eines industriellen Proteinriegels mit hoch konzentriertem Protein. Dafür bestehen sie aus einfachen Zutaten und schmecken eher wie ein saftiger Schoko-Haferriegel.

Die wichtigsten Zutaten

Kichererbsen

Kichererbsen sind eine der beiden Hauptzutaten des Rezepts. Ihr könnt gekochte Kichererbsen aus dem Glas oder aus der Dose verwenden.

Spült sie unter fließendem Wasser gründlich ab und lasst sie anschließend gut abtropfen. Dadurch wird ihr Eigengeschmack milder und der Teig bekommt nicht zu viel Flüssigkeit.

Im Mixer werden die Kichererbsen zusammen mit Datteln, Erdnussmus und Pflanzendrink möglichst fein püriert. Einzelne Kichererbsenstücke sollten im fertigen Teig nicht mehr erkennbar sein.

Haferflocken

Die zweite Hauptzutat sind zarte Haferflocken. Sie geben den Riegeln Struktur und nehmen einen Teil der Feuchtigkeit aus der Kichererbsenmasse auf.

Für ein gleichmäßiges Ergebnis könnt ihr die Haferflocken vor der Zubereitung kurz im Mixer zerkleinern. Sie müssen nicht vollständig zu Hafermehl verarbeitet werden. Ein paar kleine Haferstückchen dürfen für etwas Biss erhalten bleiben.

Kernige Haferflocken würde ich für dieses Rezept nicht empfehlen. Sie nehmen die Flüssigkeit langsamer auf und können die Riegel gröber und trockener wirken lassen.

Datteln

Datteln bringen natürliche Süße in die Riegel und helfen dabei, die Zutaten zusammenzuhalten. Besonders gut eignen sich weiche Medjool-Datteln oder Soft-Datteln.

Sind die Datteln sehr fest, könnt ihr sie etwa zehn Minuten in heißem Wasser einweichen. Anschließend solltet ihr sie gut abtropfen lassen, damit der Teig nicht zu weich wird.

Erdnussmus

Erdnussmus sorgt für eine leichte Erdnussnote und macht die Riegel angenehm saftig. Achtet darauf, ein Erdnussmus ohne zugesetzten Zucker zu verwenden.

Alternativ könnt ihr Mandelmus oder Cashewmus verwenden. Der Geschmack wird dadurch etwas milder. Auch die Konsistenz kann sich abhängig vom verwendeten Nussmus leicht verändern.

Hanfsamen

Geschälte Hanfsamen ergänzen die Kichererbsen, Haferflocken und das Erdnussmus. Sie haben einen milden, leicht nussigen Geschmack und fügen sich unauffällig in den Teig ein.

Falls ihr keine Hanfsamen verwenden möchtet, könnt ihr sie durch fein gehackte Mandeln ersetzen. Der Eiweißgehalt verändert sich dadurch entsprechend.

Backkakao

Ungesüßter Backkakao gibt den Riegeln eine leichte Schokoladennote. Die Riegel sollen allerdings nicht wie sehr dunkle Brownies schmecken. Deshalb wird nur eine moderate Menge verwendet.

Achtet darauf, keinen gesüßten Trinkkakao zu verwenden.

Schokolade und Soja-Crispies

Nach dem Backen erhalten die Riegel eine dünne Schokoladenschicht. Ein wenig Kokosöl macht die geschmolzene Schokolade flüssiger, sodass sie sich sparsam auf der Oberfläche verteilen lässt.

Die hellen Soja-Crispies bringen einen knusprigen Kontrast zur saftigen Riegelmasse und ergänzen das Rezept um eine weitere pflanzliche Eiweißquelle.

Damit das gesamte Rezept ohne raffinierten Zucker bleibt, solltet ihr bei Schokolade und Soja-Crispies unbedingt die Zutatenliste prüfen. Beide Produkte sollten ohne raffinierten Zucker beziehungsweise ohne Zuckerzusatz auskommen.

Protein Riegel selber machen ohne Proteinpulver: die richtige Konsistenz

Die pürierte Kichererbsenmasse sollte dick und cremig sein. Nach dem Hinzufügen der Haferflocken entsteht ein kompakter Teig, der sich mit einem Löffel in der Form verteilen lässt.

Gebt zunächst nur 40 ml Pflanzendrink hinzu. Falls der Mixer die Masse nicht gut verarbeiten kann, ergänzt den restlichen Pflanzendrink esslöffelweise.

Der Teig darf nicht flüssig werden. Ist er versehentlich zu weich, könnt ihr ein bis zwei Esslöffel fein gemahlene Haferflocken unterrühren.

Die fertigen Riegel sollen weder trocken und bröselig noch sehr weich und fudgy sein. Backt sie deshalb nur so lange, bis die Oberfläche fest und die Mitte durchgebacken, aber noch leicht saftig ist.

Warum ergeben sich zwölf Riegel?

Die gesamte Masse wiegt mit Schokoladenschicht und Soja-Crispies ungefähr 750 g. Wird sie in zwölf Stücke geschnitten, wiegt ein Riegel etwa 60 bis 65 g.

Bei nur acht Portionen würden sehr große Riegel mit deutlich über 90 g entstehen. Zwölf Stück entsprechen deshalb eher der üblichen Größe eines Proteinriegels und lassen sich außerdem besser mitnehmen.

Mögliche Varianten

Mandel statt Erdnuss

Ersetzt das Erdnussmus durch Mandelmus und verwendet fein gehackte Mandeln im Teig. Dadurch wird der Geschmack milder.

Mehr Crunch

Hebt zusätzlich 20 g Soja-Crispies unter den Teig. Die Riegel werden dadurch etwas lockerer und knuspriger.

Fruchtige Variante

Fein gehackte Sauerkirschen oder Cranberrys ohne Zuckerzusatz bringen eine leicht säuerliche Note in die Riegel. Verwendet nicht mehr als etwa 30 g, damit die Masse gut zusammenhält.

Ohne Schokoladenschicht

Ihr könnt das Topping weglassen. Lasst die Riegel in diesem Fall vollständig auskühlen, bevor ihr sie schneidet.

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Bewahrt die fertigen Protein-Riegel in einer gut verschlossenen Dose im Kühlschrank auf. Dort halten sie sich ungefähr fünf Tage.

Legt zwischen mehrere Schichten am besten etwas Backpapier, damit die Schokolade nicht an den anderen Riegeln kleben bleibt.

Die Riegel können auch einzeln eingefroren werden. Lasst sie vor dem Essen etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur auftauen.

Häufige Fragen

Schmecken die Protein-Riegel nach Kichererbsen?

Wenn ihr die Kichererbsen gründlich abspült und sehr fein püriert, tritt ihr Geschmack durch Datteln, Erdnussmus, Vanille und Kakao deutlich in den Hintergrund. Abhängig von den verwendeten Kichererbsen kann eine leichte eigene Note erhalten bleiben.

Kann ich die Riegel ohne Mixer zubereiten?

Für eine gleichmäßige Konsistenz benötigt ihr einen Mixer, Food Processor oder leistungsfähigen Zerkleinerer. Mit einem Pürierstab könnt ihr die Kichererbsenmasse portionsweise verarbeiten.

Kann ich die Kichererbsen ersetzen?

Weiße Bohnen sind aufgrund ihres milden Geschmacks eine mögliche Alternative. Da sie häufig etwas weicher sind, solltet ihr den Pflanzendrink besonders vorsichtig dosieren.

Kann ich die Soja-Crispies weglassen?

Ja. Die Soja-Crispies sind hauptsächlich für das knusprige Topping gedacht. Ohne sie enthalten die Riegel entsprechend etwas weniger Eiweiß.

Wie viel Eiweiß enthält ein Riegel?

Der genaue Eiweißgehalt hängt stark von den verwendeten Soja-Crispies, Haferflocken und dem Erdnussmus ab. Nach einer überschlägigen Berechnung enthält ein Riegel ungefähr 7 bis 8 g Eiweiß. Für eine veröffentlichte Nährwertangabe sollten die konkreten Produkte nach dem Testbacken berechnet werden.

Sind die Protein-Riegel mit Haferflocken?

Das Grundrezept ist vegan. Achtet bei der Schokolade und den Soja-Crispies darauf, ebenfalls rein pflanzliche Produkte zu verwenden.

Wenn ihr kleine Snacks mit Haferflocken genauso gerne mögt wie ich, probiert auch meine Energy Balls mit Möhren und Haferflocken aus. Schokoladig wird es außerdem mit meinen Haferflocken-Brownies.

Ich finde es immer wieder faszinierend, wie vielseitig Kichererbsen sein können. Zusammen mit Haferflocken, Datteln und Erdnussmus werden daraus kleine, saftige Riegel, denen man ihre ungewöhnliche Hauptzutat kaum ansieht.

Viel Freude beim Ausprobieren und Genießen wünscht euch Joli von Haferflockey 🥰

#hafrig

Protein Riegel selber machen ohne Proteinpulver

Protein Riegel selber machen ohne Proteinpulver

Saftige Protein-Riegel aus Kichererbsen und Haferflocken mit einer dünnen Schokoladenschicht und knusprigen Soja-Crispies – ohne Proteinpulver und ohne raffinierten Zucker.
Vorbereitungszeit20 Minuten
Zubereitungszeit20 Minuten
Portionen 12 Riegel

Zutaten
  

  • 250 g gekochte Kichererbsen Abtropfgewicht
  • 150 g zarte Haferflocken
  • 100 g weiche Datteln entsteint
  • 80 g Erdnussmus ohne Zuckerzusatz
  • 40 –60 ml Pflanzendrink
  • 25 g geschälte Hanfsamen
  • 20 g ungesüßter Backkakao
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 TL Weinstein-Backpulver
  • ¼ TL Natron
  • 1 Prise Salz
  • Zutaten für das Topping
  • 70 g dunkle Schokolade ohne raffinierten Zucker
  • 10 g Kokosöl
  • 30 g helle Soja-Crispies ohne Zuckerzusatz

Anleitungen
 

  • Den Backofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine quadratische Backform von etwa 20 × 20 cm mit Backpapier auslegen.
  • Die Kichererbsen in ein Sieb geben, gründlich abspülen und gut abtropfen lassen.
  • Die Haferflocken im Mixer kurz zerkleinern. Sie sollen feiner werden, müssen aber nicht vollständig zu Hafermehl gemahlen werden. Anschließend beiseitestellen.
  • Kichererbsen, Datteln, Erdnussmus, zunächst 40 ml Pflanzendrink, Zitronensaft und Vanilleextrakt im Mixer möglichst glatt pürieren.
  • Die zerkleinerten Haferflocken, Hanfsamen, Backkakao, Weinstein-Backpulver, Natron und Salz dazugeben. Alles kurz zu einem gleichmäßigen, kompakten Teig verarbeiten.
  • Falls sich die Masse kaum mixen oder verstreichen lässt, den übrigen Pflanzendrink esslöffelweise ergänzen. Der Teig soll dick und gut verstreichbar, aber nicht flüssig sein.
  • Den Teig in die vorbereitete Form geben und mit einem leicht angefeuchteten Löffel gleichmäßig glatt streichen.
  • Die Riegelmasse auf mittlerer Schiene etwa 20–25 Minuten backen. Die Oberfläche soll fest sein. Die Mitte darf noch leicht saftig wirken, aber nicht mehr roh sein.
  • Die Form aus dem Backofen nehmen und die Riegelmasse vollständig in der Form auskühlen lassen.
  • Die Schokolade zusammen mit dem Kokosöl vorsichtig über einem Wasserbad schmelzen.
  • Die flüssige Schokolade als dünne Schicht auf der ausgekühlten Riegelmasse verteilen und sofort mit den Soja-Crispies bestreuen.
  • Die Form für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen, bis die Schokoladenschicht fest geworden ist.
  • Die Masse aus der Form heben. Ein scharfes Messer kurz unter heißes Wasser halten, abtrocknen und die Masse in zwölf gleich große Riegel schneiden.
  • Aufbewahrung

Notizen

Die Riegel halten sich in einer verschlossenen Dose ungefähr fünf Tage im Kühlschrank. Sie können einzeln bis zu zwei Monate eingefroren werden.
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Schokoladige Eiweißriegel mit Haferflocken, Datteln und Erdnussmus. Einfach, ohne Backen und ohne raffinierten Zucker – Für 10 Riegel
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