Diese Kekse Apfel Zimt verbinden saftige Apfelstücke mit warmem Zimt und fein gemahlenen Haferflocken. Der Teig kommt ohne Ei, Milch und klassischen Haushaltszucker aus. Dadurch eignet sich das Rezept auch für eine vegane Ernährung.
Direkt nach dem Auskühlen sind die Kekse am Rand leicht knusprig, während sie innen weich und etwas mürbe bleiben. Durch die frischen Äpfel werden sie bei der Aufbewahrung zunehmend saftiger. Wer ausschließlich krachend knusprige Kekse erwartet, bekommt hier also eher die gemütliche Apfel-Wölkchen-Variante.
Darum solltest du die Apfel-Zimt-Kekse probieren
Das Rezept verbindet einfache Zutaten mit einer unkomplizierten Zubereitung. Außerdem bringen die Äpfel eine natürliche Süße und viel Geschmack in den Teig.
Die Kekse sind:
- vegan und damit ohne Ei und Milchprodukte
- mit echten Haferflocken gebacken
- ohne gewöhnlichen Haushaltszucker
- außen leicht knusprig und innen weich
- angenehm nach Apfel und Zimt
- einfach mit feuchten Händen formbar
- gut als süßer Snack für Herbst und Winter geeignet
Zudem brauchst du keine Ausstecher und musst den Teig nicht ausrollen. Die kleinen Wölkchen dürfen unregelmäßig aussehen – damit wäre die Frage, wer den schönsten Kreis formt, ebenfalls direkt vom Tisch.
Diese Zutaten brauchst du
Äpfel
Die Äpfel bringen Feuchtigkeit, eine milde natürliche Süße und das typische fruchtige Aroma mit. Besonders gut eignen sich süßliche Sorten wie Gala, Fuji oder Pink Lady.
Entferne zunächst das Kerngehäuse und schneide die Äpfel anschließend in sehr kleine Würfel. Je kleiner die Stücke sind, desto gleichmäßiger verteilen sie sich im Teig. Außerdem lassen sich die Kekse dadurch leichter formen.
Bei sehr saftigen Äpfeln kannst du die Würfel nach dem Schneiden kurz mit Küchenpapier abtupfen. Sie sollen jedoch nicht vollständig ausgedrückt werden, da die Feuchtigkeit für die weiche Konsistenz benötigt wird.
Haferflocken
Die Haferflocken werden für dieses Rezept fein gemahlen. Dadurch verbinden sie sich besser mit dem Dinkelmehl und die Kekse bekommen eine gleichmäßigere Konsistenz.
Zarte Haferflocken lassen sich besonders leicht zu Hafermehl verarbeiten. Kernige Haferflocken funktionieren ebenfalls, benötigen im Mixer allerdings etwas mehr Zeit.
Kleine gröbere Stückchen dürfen im gemahlenen Hafer zurückbleiben. Schließlich soll man auch geschmacklich erkennen, dass hier nicht versehentlich ein gewöhnlicher Dinkelkeks auf der Haferflockey-Seite gelandet ist.
Dinkelmehl
Dinkelmehl Type 630 sorgt für Stabilität und hält die feuchten Zutaten zusammen. Gleichzeitig macht es den Teig gut formbar.
Beim Abmessen solltest du das Mehl nicht fest in den Messbecher drücken. Wird zu viel verwendet, können die Kekse trocken und fest werden. Eine Küchenwaage liefert deshalb das zuverlässigste Ergebnis.
Kokosöl
Kokosöl übernimmt das Fett im Teig und sorgt dafür, dass die Kekse an den Rändern leicht knusprig werden können. Verwende es flüssig, aber nicht heiß.
Je nach verwendetem Produkt kann ein leichter Kokosgeschmack zurückbleiben. Wenn du das vermeiden möchtest, eignet sich desodoriertes Kokosöl. Dieses schmeckt wesentlich neutraler.
Ahornsirup
Ahornsirup bringt Süße und zusätzliche Feuchtigkeit in den Teig. Außerdem unterstützt er die Bräunung während des Backens.
Das Rezept kommt damit zwar ohne gewöhnlichen Haushaltszucker aus, ist jedoch nicht zuckerfrei. Ahornsirup zählt ebenfalls zu den zugesetzten Zuckern.
Chiasamen
Chiasamen ersetzen in diesem Rezept das Ei. Sobald sie mit Wasser vermischt werden, entsteht eine gelartige Masse. Diese hält die Zutaten zusammen und verhindert, dass die Kekse vollständig auseinanderfallen.
Lass die Mischung mindestens fünf Minuten quellen. Noch zuverlässiger wird die Bindung, wenn die Chiasamen vorher fein gemahlen werden.
Weitere Möglichkeiten und passende Mengen findest du im Ratgeber Ei ersetzen beim Backen.
Zimt
Zimt und Apfel gehören zusammen wie Plätzchenteller und die Frage, wer schon wieder das letzte Stück genommen hat. Ein Teelöffel sorgt für ein deutliches Aroma, ohne den Apfelgeschmack zu überdecken.
Wer Zimt besonders gerne mag, kann zusätzlich eine kleine Menge über die geformten Kekse streuen.
So gelingen Kekse Apfel Zimt
Bereite zuerst den Chia-Ersatz vor. Dafür werden die Chiasamen mit Wasser verrührt und zum Quellen beiseitegestellt. Währenddessen kannst du die übrigen Zutaten abwiegen und die Äpfel vorbereiten.
Mahle anschließend die Haferflocken möglichst fein. Vermische sie danach mit Dinkelmehl, Backpulver und Zimt.
In einer zweiten Schüssel werden flüssiges Kokosöl und Ahornsirup verrührt. Gib die gequollene Chiamischung dazu und arbeite anschließend die trockenen Zutaten ein.
Zum Schluss werden die fein gewürfelten Äpfel vorsichtig untergehoben. Der fertige Teig darf weich und leicht klebrig sein, muss sich mit angefeuchteten Händen aber portionieren lassen.
Forme daraus kleine Wölkchen und setze sie mit etwas Abstand auf das vorbereitete Backblech. Drücke sie leicht flach, weil der Teig im Ofen kaum von allein verläuft.
Welche Konsistenz sollte der Teig haben?
Die genaue Konsistenz kann von der Größe und Saftigkeit der Äpfel abhängen. Auch Dinkelmehl und gemahlene Haferflocken nehmen Flüssigkeit unterschiedlich stark auf.
Der fertige Teig sollte weich sein, aber nicht vom Backblech fließen. Mit feuchten Händen müssen sich kleine Portionen abnehmen und zusammendrücken lassen.
Ist die Masse sehr weich, lass sie zunächst zehn Minuten stehen. Während dieser Zeit nehmen Dinkelmehl und Haferflocken weitere Flüssigkeit auf.
Bleibt der Teig anschließend zu feucht, kannst du esslöffelweise fein gemahlene Haferflocken einarbeiten. Ergänze jedoch nicht sofort eine große Menge, da die Kekse sonst trocken werden können.
Bei einem sehr festen und bröseligen Teig hilft dagegen ein Teelöffel Wasser oder Apfelsaft. Knete die Flüssigkeit kurz ein und prüfe die Konsistenz erneut.
Werden die Apfel-Zimt-Kekse knusprig?
Die Ränder werden nach dem vollständigen Auskühlen leicht knusprig. Innen bleiben die Kekse durch die Apfelstücke und den Chia-Ersatz jedoch weicher.
Dadurch erinnern sie eher an kleine weiche Apfelkekse als an dünne, trockene Butterplätzchen. Das ist bei diesem Rezept kein Fehler, sondern das erwartete Ergebnis.
Für etwas festere Ränder solltest du die Teigportionen flacher drücken und bis zu einer hellbraunen Färbung backen. Anschließend müssen die Kekse vollständig offen auf einem Kuchengitter auskühlen.
Direkt aus dem Backofen sind sie noch weich und empfindlich. Lass sie deshalb zunächst einige Minuten auf dem Blech ruhen, bevor du sie umsetzt.
Warum die Kekse bei der Aufbewahrung weicher werden
Frische Apfelstücke geben auch nach dem Backen Feuchtigkeit ab. Deshalb werden die Kekse in einer verschlossenen Dose allmählich saftiger.
Das lässt sich nicht vollständig verhindern. Möchtest du die Ränder wieder etwas fester haben, kannst du die Kekse für wenige Minuten bei niedriger Temperatur im Backofen erwärmen. Danach müssen sie erneut offen auskühlen.
Falls du grundsätzlich knusprigere Plätzchen ohne frisches Obst bevorzugst, passen die veganen Plätzchen mit Haferflocken besser.
Sind die Apfel-Zimt-Kekse zuckerfrei?
Nein. Die Kekse enthalten zwar keinen weißen oder braunen Haushaltszucker, werden aber mit Ahornsirup gesüßt. Außerdem enthalten Äpfel von Natur aus Fruchtzucker.
Die richtige Bezeichnung lautet deshalb:
Vegane Apfel-Zimt-Kekse ohne Haushaltszucker
„Zuckerfrei“ oder „ohne Zuckerzusatz“ wären aufgrund des Ahornsirups nicht korrekt.
Wenn du Kekse ohne Sirup suchst, kannst du stattdessen die Haferflocken-Kekse ohne Zucker und Banane ausprobieren. Dort übernimmt ein süßer Apfel die Süße.
Warum das Rezept vegan ist
Klassische Kekse enthalten häufig Butter und Ei. Bei diesem Rezept übernimmt Kokosöl die Funktion des festen Fettes, während die gequollenen Chiasamen für Bindung sorgen.
Auch Milch oder Joghurt werden nicht benötigt. Achte lediglich darauf, dass alle optional verwendeten Zutaten ebenfalls vegan sind.
Da die Chiasamen Wasser aufnehmen, tragen sie allerdings zur weichen Konsistenz bei. Das Ergebnis unterscheidet sich deshalb etwas von einem klassischen Mürbeteig.
Mögliche Varianten
Mit Mandelsplittern
Mandelsplitter bringen mehr Biss und ein leicht geröstetes Aroma. Verteile sie vor dem Backen auf den Keksen und drücke sie vorsichtig in die Oberfläche.
Du kannst alternativ fein gehackte Mandeln verwenden. Zu große Stücke fallen nach dem Backen leichter ab.
Mit Vanille
Ein Teelöffel Vanilleextrakt ergänzt Apfel und Zimt sehr gut. Gib die Vanille gemeinsam mit Ahornsirup und Kokosöl in den Teig.
Mit Rosinen
Für mehr natürliche Fruchtsüße kannst du etwa 30 Gramm Rosinen unterheben. Dadurch werden die Kekse allerdings süßer und erhalten eine deutlich fruchtigere Konsistenz.
Mit Birne
Die Äpfel lassen sich durch eine feste, nicht zu saftige Birne ersetzen. Weil Birnen häufig mehr Flüssigkeit enthalten, kann anschließend etwas zusätzliches Hafermehl notwendig sein.
Mit weihnachtlichen Gewürzen
Im Winter passen eine kleine Prise Ingwer, Nelke oder Muskatnuss zum Zimt. Verwende diese Gewürze sparsam, damit der Apfel weiterhin im Mittelpunkt bleibt.
Aufbewahrung
Lass die Kekse vollständig auskühlen und bewahre sie anschließend in einem gut verschlossenen Behälter im Kühlschrank auf. Aufgrund der frischen Apfelstücke würde ich sie innerhalb von etwa drei Tagen verzehren.
Lege zwischen mehrere Schichten etwas Backpapier. Dadurch kleben die weichen Kekse weniger aneinander.
Vor dem Essen kannst du sie kurz auf Zimmertemperatur kommen lassen oder einige Minuten im Backofen erwärmen. Dadurch werden die Ränder wieder etwas fester.
Kann man die Kekse einfrieren?
Die Apfel-Zimt-Kekse lassen sich einfrieren. Lass sie dafür zunächst vollständig auskühlen und lege zwischen die einzelnen Schichten Backpapier.
Anschließend können sie luftdicht verpackt eingefroren werden. Bei Bedarf lassen sich einzelne Kekse entnehmen und bei Zimmertemperatur auftauen.
Für etwas festere Ränder kannst du die aufgetauten Kekse kurz im Backofen erwärmen. Danach sollten sie erneut offen auskühlen.
Häufige Fragen
Welche Äpfel eignen sich für Kekse Apfel Zimt?
Süßliche und eher feste Sorten wie Gala, Fuji oder Pink Lady eignen sich besonders gut. Sehr saure Äpfel können in Verbindung mit der milden Süße des Ahornsirups recht herb schmecken.
Muss ich die Äpfel schälen?
Das Schälen ist nicht zwingend notwendig. Wenn du die Schale dranlässt, solltest du die Äpfel besonders klein würfeln. Für eine feinere Konsistenz kannst du sie vorher schälen.
Kann ich die Äpfel reiben?
Geriebener Apfel verteilt sich gleichmäßiger, bringt jedoch mehr Feuchtigkeit in den Teig. Drücke die Raspeln deshalb leicht aus und ergänze sie erst anschließend.
Kann ich anderes Mehl verwenden?
Weizenmehl Type 405 kann Dinkelmehl Type 630 normalerweise in gleicher Menge ersetzen. Vollkornmehl nimmt dagegen mehr Flüssigkeit auf. Bei einem zu trockenen Teig solltest du deshalb teelöffelweise Wasser oder Apfelsaft ergänzen.
Kann ich das Kokosöl ersetzen?
Eine feste vegane Butter eignet sich als Alternative. Weil ihr Wasser- und Fettgehalt vom Kokosöl abweicht, solltest du die Konsistenz vor dem Formen prüfen. Ist der Teig zu weich, helfen fein gemahlene Haferflocken; ist er bröselig, kannst du etwas Wasser ergänzen.
Konsistenz und wichtige Hinweise
Die Kekse Apfel Zimt werden außen leicht knusprig und bleiben innen weich. Durch die frischen Äpfel werden sie bei der Lagerung saftiger.
Schneide die Apfelstücke möglichst klein, damit sich der Teig gleichmäßig formen lässt. Außerdem sollten die Kekse vollständig auskühlen, bevor sie verpackt werden.
Bei sehr feuchtem Teig zunächst eine kurze Quellzeit einplanen und erst danach zusätzliches Hafermehl einarbeiten. So vermeidest du, dass die Kekse unnötig trocken werden.
Aktiviere den Backmodus, damit dein Bildschirm während der Zubereitung eingeschaltet bleibt.

Apfel-Zimt-Kekse
Zutaten
- 300 g Dinkelmehl Typ 630
- 100 g Haferflocken
- 100 g Kokosöl
- 70 ml Ahornsirup
- 2 EL Chiasamen + 8 EL Wasser
- 1 TL Zimt
- 2 Äpfel
- optional Mandelsplitter
- 1 TL Weihnstein Backpulver
Anleitungen
- Backofen auf 160 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen
- Chiasamen mit Wasser verrühren und mind. 5 Min quellen lassen
- Die Äpfel waschen, entkernen und in kleine Stücke würfeln
- Haferflocken mit einem Mixer fein mahlen
- Ahornsirup und Kokosöl mit dem Dinkel- und Hafermehl vermischen
- Zimt und Backpulver unterrühren und die Äpfel kurz unterheben
- Den Teig mit angefeuchteten Händen zu kleinen Wölkchen formen, ergibt ungefähr 2 Backbleche mit je 8-10 Wölkchen
- Optional mit Mandelsplittern bestreuen
- Ca.15-20 min hellbraun backen

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