Eiweißriegel selber machen

Eiweißriegel selber machen

Eiweißriegel selber machen ist viel einfacher, als ihr vielleicht denkt. Diese schokoladigen Proteinriegel werden mit Haferflocken, Datteln und Erdnussmus zubereitet und kommen ganz ohne raffinierten Zucker aus. Sie sind angenehm weich, trotzdem schnittfest und eignen sich wunderbar als Snack für unterwegs oder nach dem Sport.

Die meisten gekauften Proteinriegel enthalten eine ziemlich lange Zutatenliste. Deshalb wollte ich eine einfache Variante ausprobieren, bei der ich selbst bestimmen kann, was in den Riegeln steckt. Der Star des Rezepts bleibt natürlich die Haferflocke: Sie sorgt für eine angenehm kernige Konsistenz und bildet zusammen mit dem Proteinpulver die Grundlage der Riegel.

Darum werdet ihr diese Eiweißriegel lieben

  • ohne raffinierten Zucker
  • natürlich mit Datteln gesüßt
  • ohne Backen
  • schnell vorbereitet
  • schokoladig und leicht nussig
  • weich, aber trotzdem schnittfest
  • gut vorzubereiten und einzufrieren
  • bei Verwendung pflanzlicher Zutaten vegan

Welche Zutaten braucht ihr?

Haferflocken

Für die Eiweißriegel verwende ich zarte Haferflocken. Sie lassen sich besonders einfach zu Hafermehl verarbeiten und verbinden sich gut mit den übrigen Zutaten.

Ihr könnt einen Teil der Haferflocken etwas gröber lassen, wenn ihr euch mehr Biss in den Riegeln wünscht. Werden alle Haferflocken sehr fein gemahlen, wird das Ergebnis gleichmäßiger und kompakter.

Proteinpulver

Für einen schokoladigen Geschmack eignet sich Schoko-Proteinpulver besonders gut. Alternativ könnt ihr Vanille- oder neutrales Proteinpulver verwenden und die Menge an Backkakao nach eurem Geschmack anpassen.

Da verschiedene Proteinpulver unterschiedlich viel Flüssigkeit aufnehmen, solltet ihr das Wasser nur portionsweise hinzugeben. Pflanzliches Proteinpulver benötigt häufig etwas mehr Flüssigkeit als Whey-Protein.

Datteln

Weiche Datteln geben den Riegeln eine natürliche Süße und halten die Masse zusammen. Falls eure Datteln etwas trockener sind, könnt ihr sie vor der Zubereitung etwa zehn Minuten in heißem Wasser einweichen. Anschließend gut abtropfen lassen.

Erdnussmus

Erdnussmus sorgt für einen leicht nussigen Geschmack und macht die Riegel schön saftig. Verwendet am besten ein Erdnussmus ohne zugesetzten Zucker.

Ihr mögt keine Erdnüsse? Dann könnt ihr stattdessen Mandelmus oder Cashewmus ausprobieren. Beachtet dabei, dass sich Geschmack und Konsistenz leicht verändern können.

Backkakao

Ungesüßter Backkakao verstärkt den Schokoladengeschmack, ohne zusätzlichen Zucker in die Riegel zu bringen. Zusammen mit einer kleinen Prise Salz schmeckt das Schokoladenaroma noch intensiver.

Hanfsamen

Geschälte Hanfsamen ergänzen die Haferflocken und das Proteinpulver. Sie haben einen milden, leicht nussigen Geschmack. Wenn ihr keine Hanfsamen verwenden möchtet, könnt ihr sie durch fein gehackte Mandeln oder zusätzliche Haferflocken ersetzen.

Eiweißriegel selber machen: So gelingt die richtige Konsistenz

Die fertige Masse sollte fest, formbar und leicht klebrig sein. Sie darf beim Zusammendrücken nicht auseinanderfallen, sollte aber auch nicht weich oder flüssig werden.

Gebt deshalb zunächst nur einen Teil des Wassers hinzu. Ist die Masse noch zu trocken, könnt ihr esslöffelweise mehr Flüssigkeit ergänzen. Ist sie versehentlich zu weich geworden, helfen zusätzliche gemahlene Haferflocken.

Besonders wichtig ist, dass ihr die Masse fest in die Form drückt. Je kompakter sie zusammengedrückt wird, desto besser lassen sich die Eiweißriegel später schneiden.

Varianten für die selbstgemachten Eiweißriegel

Schoko-Crunch

Gebt Kakaonibs oder grob gehackte Nüsse in die Masse. So bekommen die weichen Riegel etwas mehr Biss.

Kokos

Ersetzt die Hanfsamen durch Kokosraspeln und bestreut die Oberfläche vor dem Kühlen zusätzlich mit etwas Kokos.

Fruchtig

Kleine Stücke getrockneter Sauerkirschen, Cranberrys ohne Zuckerzusatz oder Aprikosen passen ebenfalls gut in die Riegel. Verwendet nicht zu viel, damit die Masse weiterhin zusammenhält.

Vegan

Verwendet pflanzliches Proteinpulver und bei Bedarf einen Pflanzendrink. Die übrigen Zutaten des Grundrezepts sind bereits vegan.

Wie lange halten sich selbstgemachte Eiweißriegel?

Bewahrt die Eiweißriegel in einer gut verschlossenen Dose im Kühlschrank auf. Dort halten sie sich ungefähr fünf bis sieben Tage.

Für eine längere Aufbewahrung könnt ihr die Riegel einzeln einfrieren. Legt etwas Backpapier zwischen die Riegel, damit sie nicht aneinanderkleben. Vor dem Essen lasst ihr sie etwa 20 bis 30 Minuten bei Raumtemperatur auftauen.

Häufige Fragen

Kann ich die Eiweißriegel ohne Proteinpulver zubereiten?

Das Proteinpulver ist ein wichtiger Bestandteil dieses Rezepts und sorgt neben dem Eiweißgehalt auch für die Konsistenz. Für eine Variante ohne Proteinpulver müsste das Verhältnis der übrigen Zutaten angepasst werden. Ein einfacher Austausch durch die gleiche Menge Haferflocken würde den Eiweißgehalt deutlich verändern.

Muss ich die Eiweißriegel backen?

Nein, diese Eiweißriegel werden nicht gebacken. Sie werden nach dem Formen mindestens zwei Stunden kalt gestellt. Dadurch werden sie fest und lassen sich anschließend gut schneiden.

Warum sind meine Eiweißriegel zu weich?

Wahrscheinlich wurde zu viel Flüssigkeit verwendet oder die Datteln waren besonders weich. Knetet etwas zusätzliches Hafermehl unter die Masse und stellt sie anschließend erneut kalt.

Warum zerfallen meine Eiweißriegel?

Ist die Masse zu trocken, fehlt etwas Flüssigkeit oder Bindung. Ergänzt esslöffelweise Wasser oder etwas Erdnussmus. Drückt die Masse außerdem sehr fest in die Form und lasst sie vollständig durchkühlen.

Kann ich die Riegel mit Schokolade überziehen?

Ihr könnt die Riegel mit einer Schokolade ohne raffinierten Zucker verzieren. Prüft dafür unbedingt die Zutatenliste. Alternativ sorgt eine Mischung aus Erdnussmus, Backkakao und etwas Kokosöl für ein einfaches schokoladiges Topping.

Wenn ihr kleine Snacks mit Haferflocken genauso gerne mögt wie ich, probiert auch meine Energy Balls mit Möhren und Haferflocken aus.

Ich finde es besonders praktisch, gleich mehrere Eiweißriegel vorzubereiten und einen Teil davon einzufrieren. So wartet immer ein kleiner #hafriger Snack, wenn zwischendurch der Hunger kommt.

Viel Freude beim Ausprobieren und Naschen wünscht euch Joli von Haferflockey 🥰

#hafrig

Eiweißriegel selber machen

Eiweißriegel selber machen

Schokoladige Eiweißriegel mit Haferflocken, Datteln und Erdnussmus. Einfach, ohne Backen und ohne raffinierten Zucker – Für 10 Riegel
Zubereitungszeit20 Minuten
Portionen 10 Riegel

Zutaten
  

  • 120 g zarte Haferflocken
  • 80 g Proteinpulver Schokolade oder Vanille
  • 120 g weiche Datteln entsteint
  • 60 g Erdnussmus ohne Zuckerzusatz
  • 25 g geschälte Hanfsamen
  • 20 g ungesüßter Backkakao
  • 20 g Kokosöl
  • 40 –60 ml Wasser oder Milch
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 Prise Salz
  • optional: 20 g Kakaonibs

Anleitungen
 

  • Eine kleine rechteckige Form von ungefähr 20 × 15 cm mit Backpapier auslegen.
  • Die Haferflocken im Mixer zu einem feinen Hafermehl mahlen.
  • Datteln, Erdnussmus, flüssiges Kokosöl, Vanilleextrakt und zunächst 40 ml Wasser pürieren. Sind die Datteln sehr fest, vorher zehn Minuten in heißem Wasser einweichen und anschließend abtropfen lassen.
  • Hafermehl, Proteinpulver, Hanfsamen, Backkakao und Salz in einer Schüssel vermischen.
  • Die Dattelmischung dazugeben und alles gründlich verkneten. Die Masse soll fest, formbar und leicht klebrig sein. Falls sie zerfällt, das übrige Wasser esslöffelweise ergänzen.
  • Optional die Kakaonibs unterkneten.
  • Die Masse in die vorbereitete Form geben und mit einem Löffel oder den Händen sehr fest und gleichmäßig andrücken.
  • Mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank stellen.
  • Die feste Masse aus der Form heben und mit einem scharfen Messer in zehn Riegel schneiden.

Notizen

Aufbewahrung
Die Eiweißriegel halten sich in einer verschlossenen Dose etwa fünf bis sieben Tage im Kühlschrank. Sie können einzeln verpackt bis zu zwei Monate eingefroren werden.
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