Diese Schoko Hafer Kekse verbinden kräftigen Kakao mit Haferflocken, Mandeln und einer milden Süße aus Ahornsirup. Sie werden ohne Banane gebacken und schmecken dadurch deutlich mehr nach Schokolade als nach Frühstückskeks.
Ein Teil der Haferflocken wird fein gemahlen, während der Rest ganz bleibt. Dadurch halten die Kekse zuverlässig zusammen, behalten aber trotzdem ihre sichtbare Haferflockenstruktur. Gehackte Mandeln sorgen außerdem für etwas Biss.
Wer noch mehr Schokolade möchte, kann zusätzlich gehackte Zartbitterschokolade unterheben. Sie bleibt allerdings optional, denn der Backkakao bringt bereits einen kräftigen Schokoladengeschmack in den Teig.
Warum du diese Schoko-Hafer-Kekse probieren solltest
Die Kekse kommen ohne weißen Haushaltszucker aus. Stattdessen werden sie mit Ahornsirup gesüßt. Dadurch schmecken sie weniger süß als klassische Schokoladen-Cookies, aber auch nicht so herb wie reine Kakaokekse.
Außerdem brauchst du keine Banane und kein Apfelmark. Beide Zutaten eignen sich zwar gut für weiche Haferkekse, bringen jedoch immer einen eigenen Geschmack und zusätzliche Feuchtigkeit mit. Bei diesem Rezept dürfen Kakao, Haferflocken und Mandeln allein die Hauptrollen übernehmen.
Die Zubereitung bleibt trotzdem unkompliziert. Nachdem der Teig verrührt wurde, muss er lediglich kurz in den Kühlschrank. Anschließend werden die Kekse mit den Händen geformt und direkt gebacken.
Die richtige Mischung aus gemahlenen und ganzen Haferflocken
Für das Rezept werden insgesamt 160 g zarte Haferflocken verwendet. Davon werden 100 g fein gemahlen.
Die gemahlenen Haferflocken verhalten sich ähnlich wie Hafermehl und sorgen für Bindung. Gleichzeitig nehmen sie die Feuchtigkeit aus Ei, Milch und Ahornsirup auf.
Die restlichen 60 g bleiben ganz. Dadurch ist auch im fertigen Keks noch zu erkennen, dass die Haferflocke nicht nur kurz zu Besuch war.
Ausschließlich ganze Haferflocken würden einen gröberen und möglicherweise brüchigeren Teig ergeben. Würden dagegen alle Flocken sehr fein gemahlen, wäre die Konsistenz glatter und weniger kernig. Die Mischung verbindet deshalb Halt und Struktur.
Warum gemahlene Mandeln nicht nur eine trockene Zutat sind
Gemahlene Mandeln wirken zunächst wie Mehl. Sie enthalten allerdings viel natürliches Fett und verhalten sich deshalb anders als Hafermehl oder klassisches Weizenmehl.
Während Backkakao und gemahlene Haferflocken vergleichsweise viel Feuchtigkeit aufnehmen, machen die Mandeln die Kekse etwas zarter und saftiger. Deshalb enthält das Rezept neben 40 g gemahlenen Mandeln nur eine kleine Menge Milch.
Zusätzlich kommen 30 g gehackte Mandeln in den Teig. Sie sollten nicht zu fein, aber auch nicht in sehr große Stücke geschnitten werden. Ungefähr erbsengroße und kleinere Stückchen verteilen sich am besten.
Weshalb der Teig Milch benötigt
Ei und Ahornsirup bringen bereits Feuchtigkeit mit. Trotzdem binden Haferflocken und Backkakao während der Quellzeit einen erheblichen Teil davon.
Deshalb werden zunächst 20 ml Milch oder Pflanzendrink ergänzt. Diese Menge macht den Teig geschmeidiger, ohne daraus eine weiche Masse zum Löffeln zu machen.
Nach dem Kühlen sollte sich der Teig mit leicht feuchten Händen formen lassen. Bricht er beim Formen auseinander, helfen ein bis zwei zusätzliche Teelöffel Milch. Mehr sollte jedoch nicht auf einmal hinzugegeben werden.
Zu viel Flüssigkeit kann dazu führen, dass die Kekse sehr weich werden oder im Backofen stärker auseinanderlaufen. Hier gilt also: lieber teelöffelweise als mit der Milchpackung einmal mutig über die Schüssel winken.
Weshalb der Keksteig gekühlt wird
Die Kühlzeit erfüllt gleich zwei Aufgaben. Zunächst können die Haferflocken Flüssigkeit aufnehmen. Gleichzeitig wird die weiche Butter wieder fester.
Dadurch lässt sich der Teig besser portionieren und formen. Außerdem behalten die Kekse im Backofen zuverlässiger ihre Form.
20 Minuten im Kühlschrank reichen normalerweise aus. Bei einer sehr warmen Küche darf der Teig auch 30 Minuten kühlen. Über mehrere Stunden würde ich ihn jedoch nur gut abgedeckt lagern, damit die Oberfläche nicht austrocknet.
Ahornsirup statt Haushaltszucker
Ahornsirup sorgt für Süße und unterstützt gleichzeitig die weiche Konsistenz der Kekse. Trotzdem ist er kein zuckerfreies Lebensmittel.
Die korrekte Beschreibung des Rezepts lautet deshalb:
Schoko-Hafer-Kekse ohne weißen Haushaltszucker
Sie sollten dagegen nicht pauschal als „zuckerfrei“ oder „ohne Zuckerzusatz“ bezeichnet werden. Auch natürliche Sirupe zählen zu den zugesetzten Zuckern.
Falls Zartbitterschokolade verwendet wird, lohnt sich außerdem ein Blick auf die Zutatenliste. Selbst Schokolade mit hohem Kakaoanteil enthält meistens Zucker.
Zartbitterschokolade oder nur Backkakao?
Die Grundversion bekommt ihren Schokoladengeschmack durch 25 g ungesüßten Backkakao. Dadurch verteilt sich das Aroma gleichmäßig im gesamten Teig.
Gehackte Zartbitterschokolade sorgt zusätzlich für kleine, weich schmelzende Stellen. Sie macht die Kekse süßer und erinnert stärker an klassische Chocolate-Chip-Cookies.
Wer den Zuckergehalt geringer halten möchte, kann die Schokolade vollständig weglassen. Alternativ eignen sich Kakaonibs, allerdings schmecken diese deutlich herber und bleiben nach dem Backen fest.
Für Kinder dürfte die Variante mit etwas Zartbitterschokolade meistens gefälliger sein. Schließlich ist „angenehm herb“ nicht immer das überzeugendste Verkaufsargument am Nachmittagstisch.
So werden die Kekse gleichmäßig gebacken
Die Teigportionen sollten jeweils ungefähr 38–40 g wiegen. Eine exakte Waage ist nicht zwingend erforderlich, ähnlich große Portionen backen jedoch gleichmäßiger.
Drücke die geformten Kugeln bereits vor dem Backen flach. Der Teig enthält weniger Zucker und Fett als klassische Cookies und läuft deshalb nicht automatisch stark auseinander.
Eine Dicke von etwa acht bis zehn Millimetern ergibt flache Kekse mit leicht festen Rändern und einer weicheren Mitte. Sehr dicke Teigportionen benötigen länger und können innen ungewöhnlich weich bleiben.
Zwischen den Keksen sollten einige Zentimeter Platz bleiben. Obwohl sie ihre Form weitgehend behalten, können sie sich beim Backen noch etwas ausbreiten.
Wann sind die Schoko-Hafer-Kekse fertig?
Bei dunklem Schokoladenteig lässt sich die Bräunung schlechter erkennen als bei hellen Butterkeksen. Deshalb solltest du dich stärker an der Oberfläche und den Rändern orientieren.
Nach etwa zwölf Minuten wirken die Außenkanten bereits stabil. Die Mitte darf dagegen noch etwas weich sein. Während des Abkühlens ziehen die Kekse nach und werden fester.
Werden sie erst aus dem Ofen genommen, wenn sie vollständig hart erscheinen, können sie nach dem Abkühlen trocken werden. Kontrolliere sie daher ab Minute zwölf und verlängere die Backzeit nur bei Bedarf.
Varianten des Rezepts
Für eine nussigere Variante können die Mandeln durch gehackte Haselnüsse ersetzt werden. Auch Walnüsse passen geschmacklich zu Kakao, ergeben jedoch einen etwas kräftigeren Geschmack.
Eine kleine Prise Zimt macht die Kekse herbstlicher. Für eine weihnachtliche Variante kannst du zusätzlich etwas gemahlenen Kardamom verwenden.
Statt Zartbitterschokolade lässt sich weiße Schokolade ergänzen. Dadurch werden die Kekse deutlich süßer und enthalten entsprechend mehr zugesetzten Zucker.
Für eine milde Kokosnote können ein bis zwei Esslöffel Haferflocken durch Kokosraspeln ersetzt werden. Dabei sollte die Teigkonsistenz nach der Kühlzeit erneut geprüft werden.
Aufbewahrung und Einfrieren
Vollständig abgekühlt halten sich die Schoko-Hafer-Kekse in einer gut verschlossenen Dose etwa vier bis fünf Tage.
Am ersten Tag sind die Ränder etwas fester. Anschließend verteilt sich die Feuchtigkeit im Gebäck und die Kekse werden insgesamt weicher.
Falls du eine knusprigere Konsistenz bevorzugst, kannst du sie kurz bei 150 °C im Backofen aufbacken. Danach sollten sie erneut vollständig auskühlen.
Zum Einfrieren eignen sich die fertigen Kekse ebenfalls. Lege zwischen die einzelnen Schichten etwas Backpapier und friere sie in einer geeigneten Dose ein. So halten sie sich ungefähr drei Monate.
Konsistenz und wichtige Hinweise
Der rohe Teig sollte nach der Kühlzeit weich, leicht klebrig und formbar sein. Er darf nicht fließen, sollte beim Zusammendrücken aber auch nicht auseinanderbrechen.
Da Eier unterschiedlich groß ausfallen und Haferflocken verschieden stark binden, kann eine kleine Korrektur erforderlich sein. Verwende dafür höchstens ein bis zwei Teelöffel zusätzliche Milch oder einen Esslöffel gemahlene Haferflocken.
Die fertig gebackenen Kekse werden außen leicht fest und bleiben innen etwas weicher. Sie sind keine dünnen, vollständig knusprigen Haferchips.
Bitte backe das Rezept vor der Veröffentlichung einmal zur Probe. Kontrolliere dabei besonders die Teigkonsistenz nach dem Kühlen, die gewünschte Süße und die tatsächliche Backzeit deines Ofens.
Aktiviere den Backmodus, damit dein Bildschirm während der Zubereitung eingeschaltet bleibt.

Schoko-Hafer-Kekse ohne Banane
Zutaten
- 60 g zarte Haferflocken
- 40 g gemahlene Mandeln
- 25 g ungesüßter Backkakao
- 80 g weiche Butter
- 1 Ei Größe M
- 70 g Ahornsirup
- 20 ml Milch oder ungesüßter Pflanzendrink
- 1 TL Vanilleextrakt
- ½ TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- 30 g Mandeln grob gehackt
- optional 40 g Zartbitterschokolade mit mindestens 70 % Kakaoanteil grob gehackt
Anleitungen
- Etwa 100 g der Haferflocken in einem Mixer fein mahlen. Die übrigen 60 g bleiben ganz und sorgen später für eine sichtbare Haferflockenstruktur.
- Die weiche Butter mit Ei, Ahornsirup, Milch und Vanilleextrakt gründlich verrühren. Die Mischung muss nicht vollständig glatt oder schaumig werden.
- Gemahlene und ganze Haferflocken, gemahlene Mandeln, Backkakao, Backpulver und Salz in einer zweiten Schüssel vermischen.
- Die trockenen Zutaten zur Buttermasse geben und alles mit einem Löffel zu einem gleichmäßigen, leicht klebrigen Teig verrühren.
- Die gehackten Mandeln und nach Wunsch die gehackte Zartbitterschokolade unterheben.
- Den Teig abdecken und 20 Minuten in den Kühlschrank stellen. Währenddessen nehmen die Haferflocken einen Teil der Flüssigkeit auf und die Butter wird wieder etwas fester.
- Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.
- Aus dem Teig 14 Portionen von jeweils ungefähr 38–40 g abnehmen. Mit leicht angefeuchteten Händen locker zu Kugeln formen und mit ausreichend Abstand auf das Blech setzen.
- Die Kugeln mit den Fingern etwa 8–10 mm dick flach drücken. Die Ränder dürfen bewusst etwas unregelmäßig bleiben.
- Die Kekse auf der mittleren Schiene ungefähr 12–15 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn die Ränder stabil wirken, die Mitte aber noch leicht weich ist.
- Das Blech aus dem Backofen nehmen und die Schoko-Hafer-Kekse mindestens 10 Minuten darauf abkühlen lassen. Erst anschließend vorsichtig auf ein Kuchengitter setzen.
Notizen


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