Kekse und Abnehmen klingen zunächst ungefähr so passend wie Sofa und Marathontraining. Trotzdem muss bei einer kalorienbewussten Ernährung nicht jede Keksdose dauerhaft im obersten Küchenschrank verschwinden.
Diese Haferflocken-Kekse zum Abnehmen werden mit Magerquark, Apfel und Ei gebacken. Butter, Öl und Haushaltszucker bleiben dagegen draußen. Dadurch enthält ein Keks ungefähr 75 Kalorien und lässt sich gut als kleiner Snack einplanen.
Die Kekse sind weich, angenehm zimtig und nur leicht süß. Gleichzeitig sorgen Haferflocken und Quark für eine sättigendere Zusammensetzung als bei vielen klassischen Keksen. Ein Zaubermittel zum Abnehmen sind sie dennoch nicht – denn auch der motivierteste Haferkeks kann keine Energiebilanz austricksen.
Können Haferflocken-Kekse beim Abnehmen helfen?
Kein einzelnes Lebensmittel sorgt automatisch dafür, dass du abnimmst. Entscheidend ist langfristig, wie viel Energie du insgesamt aufnimmst und verbrauchst.
Diese Kekse können jedoch eine kalorienbewusstere Alternative zu klassischen Cookies sein. Sie kommen ohne Butter, Öl und Haushaltszucker aus. Außerdem werden zwölf einzelne Portionen gebacken, sodass du die Menge leichter überblicken kannst.
Die Bezeichnung „zum Abnehmen“ bedeutet deshalb nicht, dass möglichst viele Kekse möglichst viele Pfunde verschwinden lassen. Schön wäre es, aber so großzügig ist die Physik leider nicht.
Vielmehr handelt es sich um einen einfachen Snack, der sich in eine ausgewogene und kalorienbewusste Ernährung integrieren lässt.
Was macht die Kekse besonders?
Klassische Kekse enthalten häufig Butter, Zucker und helles Mehl. Diese Variante wird stattdessen mit Haferflocken, Magerquark, Ei und Apfel zubereitet.
Dadurch entstehen weiche Haferflocken-Kekse, die ungefähr 75 Kalorien pro Stück enthalten. Zugleich liefern sie rund vier Gramm Eiweiß. Die genaue Zusammensetzung hängt allerdings von den verwendeten Produkten und der tatsächlichen Keksgröße ab.
Auch die Portionierung ist praktisch. Statt nach Gefühl ein Stück von einem Kuchen abzuschneiden, kannst du einen oder zwei Kekse gezielt als Snack einplanen.
Diese Zutaten brauchst du
Haferflocken
Haferflocken bilden die Grundlage des Rezepts. Ein Teil wird fein gemahlen, während die übrigen Flocken ganz bleiben.
Die gemahlenen Haferflocken nehmen Feuchtigkeit auf und verbessern die Bindung. Die ganzen Flocken sorgen dagegen für die typische Haferflockenstruktur. Dadurch kommen die Kekse ohne klassisches Mehl aus.
Zarte Haferflocken funktionieren besonders gut, weil sie schneller quellen und eine feinere Konsistenz ergeben.
Magerquark
Magerquark liefert Feuchtigkeit und Eiweiß, ohne dass Butter oder Öl benötigt werden. Gleichzeitig macht er den Teig angenehm weich.
Je nach Marke kann Magerquark unterschiedlich viel Flüssigkeit enthalten. Deshalb ist die Quellzeit wichtig: Erst danach lässt sich zuverlässig beurteilen, ob der Teig noch zusätzliche Haferflocken benötigt.
Apfel
Ein möglichst süßer Apfel bringt Feuchtigkeit und eine milde natürliche Süße mit. Sorten wie Gala, Fuji oder Pink Lady eignen sich dafür besonders gut.
Die Hälfte des Apfels wird fein gerieben. Dadurch verteilt er sich gleichmäßig im Teig. Die andere Hälfte wird sehr klein gewürfelt, damit später noch einzelne Apfelstücke sichtbar bleiben.
Ist der Apfel sehr saftig, sollten die Raspeln leicht ausgedrückt werden. Ansonsten kann der Teig zu weich werden.
Ei
Das Ei hält Quark, Apfel und Haferflocken zusammen. Zudem sorgt es dafür, dass die Kekse nach dem Abkühlen stabiler werden.
Direkt aus dem Backofen sind sie trotzdem noch weich. Deshalb sollten sie zunächst auf dem Backblech ruhen, bevor du sie auf ein Kuchengitter legst.
Zimt und Vanille
Zimt und Vanille verstärken den süßen Eindruck, obwohl der Teig nur wenig oder gar nicht zusätzlich gesüßt wird. Außerdem passen beide Aromen hervorragend zum Apfel.
Optionaler Ahornsirup
Ohne Ahornsirup schmecken die Kekse bewusst mild. Wenn du normalerweise süßer isst, kannst du deshalb 15 bis 20 Gramm Ahornsirup ergänzen.
Ahornsirup ist allerdings ebenfalls zugesetzter Zucker. Die Variante mit Sirup darf daher nicht als „ohne Zuckerzusatz“ bezeichnet werden. Außerdem erhöht sich der Kaloriengehalt geringfügig.
Sind die Haferflocken-Kekse zuckerfrei?
Die Kekse enthalten keinen Haushaltszucker. Der Apfel bringt jedoch von Natur aus Fruchtzucker mit. Deshalb ist die Formulierung „ohne Haushaltszucker“ genauer als „zuckerfrei“.
Ohne den optionalen Ahornsirup kommen sie außerdem ohne zugesetzten Zucker aus. Verwendest du Ahornsirup, sind sie weiterhin ohne klassischen Haushaltszucker, aber nicht mehr ohne Zuckerzusatz.
So werden die Kekse richtig geformt
Der Teig ist nach dem Verrühren zunächst weich und klebrig. Das ist völlig normal. Während der 15-minütigen Quellzeit nehmen die gemahlenen und ganzen Haferflocken einen Teil der Flüssigkeit auf.
Feuchte deine Hände anschließend leicht an und forme zwölf lockere Kugeln. Setze sie auf das Backblech und drücke sie ungefähr einen Zentimeter flach.
Da der Teig kaum verläuft, bestimmt die Form vor dem Backen weitgehend das spätere Ergebnis. Wer kleine Teigberge aufs Blech setzt, bekommt kleine Teigberge zurück – nur eben wärmer und goldbrauner.
Warum die Kekse nicht knusprig werden
Diese Haferflocken-Kekse enthalten Magerquark und frischen Apfel. Beide Zutaten bringen Feuchtigkeit in den Teig. Gleichzeitig fehlt die größere Menge Fett und Zucker, die klassische Kekse beim Backen knusprig macht.
Das Ergebnis erinnert deshalb eher an einen weichen Frühstückskeks oder einen kleinen gebackenen Haferflocken-Snack. Die Ränder können leicht fester werden, während die Mitte weich und saftig bleibt.
Wenn du klassische knusprige Kekse suchst, passt stattdessen das Rezept für Haferflocken-Kekse aus drei Zutaten besser. Diese enthalten allerdings Ahornsirup und sind entsprechend energiereicher.
Mögliche Varianten
Mit Birne
Du kannst den Apfel durch eine feste, süße Birne ersetzen. Weil Birnen häufig saftiger sind, sollten die Raspeln etwas gründlicher ausgedrückt werden.
Mit Kakao
Für eine schokoladige Variante kannst du einen Esslöffel Backkakao ergänzen. Da Kakao Flüssigkeit bindet und herb schmeckt, werden eventuell ein bis zwei Teelöffel Wasser und etwas Ahornsirup benötigt.
Mit Beeren
Kleine Heidelbeeren können vorsichtig unter den fertigen Teig gehoben werden. Verwende jedoch höchstens 40 Gramm, damit die Kekse nicht zu feucht werden.
Mit Banane
Banane würde ebenfalls Süße und Bindung liefern. Damit käme das Rezept allerdings sehr nah an die bereits vorhandenen Bananen-Haferflocken-Kekse heran. Für diese Variante eignet sich deshalb direkt das darauf abgestimmte Rezept besser.
Wie viele Kekse sind eine Portion?
Das Rezept ergibt zwölf Kekse mit jeweils ungefähr 75 Kalorien. Wie viele davon für dich eine passende Portion darstellen, hängt von deinem Hunger, deinem Tagesablauf und deiner restlichen Ernährung ab.
Als kleiner Snack können beispielsweise ein oder zwei Kekse gut funktionieren. Kombiniert mit etwas Naturjoghurt oder Skyr entsteht eine eiweißreichere Zwischenmahlzeit.
Wichtig bleibt jedoch die Gesamtmenge. Auch Lebensmittel mit vergleichsweise wenigen Kalorien können sich summieren, wenn aus „Ich nehme nur einen“ plötzlich ein sehr ausgedehntes Treffen mit der Keksdose wird.
Aufbewahrung
Durch den enthaltenen Quark und Apfel sollten die Kekse im Kühlschrank aufbewahrt werden. Lass sie zunächst vollständig auskühlen und gib sie danach in einen gut verschlossenen Behälter.
Gekühlt halten sie sich ungefähr drei Tage. Dabei werden sie allerdings etwas weicher.
Für eine längere Aufbewahrung kannst du die ausgekühlten Kekse einfrieren. Lege etwas Backpapier zwischen die einzelnen Schichten, damit sie nicht zusammenkleben. Anschließend lassen sie sich portionsweise bei Zimmertemperatur auftauen.
Häufige Fragen
Kann ich die Haferflocken-Kekse ohne Quark backen?
Der Magerquark liefert Feuchtigkeit und Eiweiß. Er kann nicht ersatzlos weggelassen werden. Eine mögliche Alternative wäre Skyr, der Teig kann damit jedoch etwas fester werden. Bei Bedarf hilft anschließend ein kleiner Schuss Wasser oder Milch.
Kann ich kernige Haferflocken verwenden?
Grundsätzlich ja. Allerdings werden die Kekse damit gröber und können leichter auseinanderfallen. Mahle deshalb auch bei kernigen Haferflocken mindestens 100 Gramm fein und verlängere die Quellzeit gegebenenfalls um fünf Minuten.
Warum fallen die Kekse auseinander?
Häufig wurden sie zu früh vom Backblech genommen. Direkt nach dem Backen sind sie sehr weich. Lass sie deshalb zunächst etwa zehn Minuten auf dem Blech ruhen und danach vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen.
Kann ich die Kekse ohne Ei zubereiten?
Das Ei ist ein wichtiges Bindemittel. Für eine vegane Version müsste das Verhältnis der übrigen Zutaten neu abgestimmt werden. Schau gerne in diesem Beitrag nach meinen Empfehlungen.
Kann ich Proteinpulver hinzufügen?
Proteinpulver verändert die Feuchtigkeitsaufnahme und kann die Kekse schnell trocken oder gummiartig machen. Ich würde es deshalb nicht ohne weitere Anpassungen in dieses Rezept geben.
Konsistenz und wichtige Hinweise
Der fertige Teig soll weich und leicht klebrig sein, sich mit feuchten Händen aber formen lassen. Ist er nach der Quellzeit noch sehr feucht, helfen ein bis zwei Esslöffel fein gemahlene Haferflocken. Ergänze nicht sofort eine größere Menge, da der Teig sonst beim Backen trocken werden kann.
Die Kekse werden weich und saftig. Sie sind nicht mit knusprigen Butterkeksen vergleichbar. Außerdem schmeckt die Variante ohne Ahornsirup nur mild süß.
Vor der Veröffentlichung solltest du das Rezept einmal praktisch testen. Kontrolliere dabei insbesondere die Teigkonsistenz nach der Quellzeit, die tatsächliche Backdauer, den Süßegrad und die berechnete Anzahl von zwölf gleich großen Keksen.
Aktiviere den Backmodus, damit dein Bildschirm während der Zubereitung eingeschaltet bleibt.

Haferflocken-Kekse zum Abnehmen
Zutaten
- 180 g zarte Haferflocken
- 150 g Magerquark
- 1 Ei Größe M
- 100 g süßer Apfel vorbereitet gewogen
- 1 TL Zimt
- ½ TL Backpulver
- ½ TL Vanilleextrakt
- 1 Prise Salz
- optional 15–20 g Ahornsirup
Anleitungen
- Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
- Von den Haferflocken 100 g in einem Mixer fein mahlen. Die übrigen 80 g bleiben ganz und sorgen später für etwas mehr Struktur.
- Den Apfel waschen und entkernen. Eine Hälfte fein reiben und die andere Hälfte in sehr kleine Würfel schneiden. Sehr saftige Apfelraspeln leicht ausdrücken.
- Magerquark, Ei, Apfel und Vanilleextrakt gründlich verrühren. Wer deutlich süßere Kekse bevorzugt, gibt zusätzlich 15 bis 20 g Ahornsirup dazu.
- Gemahlene und ganze Haferflocken, Zimt, Backpulver und Salz hinzufügen. Alles zu einem gleichmäßigen, feuchten Teig verrühren.
- Den Teig 15 Minuten quellen lassen. Danach sollte er weich, aber mit angefeuchteten Händen formbar sein.
- Den Teig in zwölf Portionen teilen. Mit feuchten Händen locker zu Kugeln formen, auf das Backblech setzen und etwa einen Zentimeter flach drücken. Die Kekse verlaufen beim Backen kaum.
- Die Haferflocken-Kekse 18 bis 22 Minuten backen, bis die Ränder leicht gebräunt sind.
- Anschließend zehn Minuten auf dem Blech ruhen lassen. Danach vorsichtig auf ein Kuchengitter legen und vollständig auskühlen lassen.
Notizen


Schreibe einen Kommentar