Weihnachtsplätzchen mit Haferflocken

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Wenn es in der Küche nach Zimt, Orange und warmen Plätzchen duftet, ist Weihnachten offiziell nicht mehr weit entfernt. Dafür braucht es weder eine riesige Zutatenliste noch eine Arbeitsfläche, die anschließend aussieht, als hätte dort ein Schneesturm aus Mehl stattgefunden.

Diese Weihnachtsplätzchen mit Haferflocken werden mit Zimt, Orange, Ingwer und einer kleinen Prise Nelke gebacken. Dadurch schmecken sie angenehm weihnachtlich, ohne dass ein fertiges Gewürzpäckchen benötigt wird.

Die meisten Plätzchen kannst du einfach zu kleinen Kugeln formen und flach drücken. Möchtest du ein paar weihnachtliche Motive auf dem Plätzchenteller haben, lassen sich einzelne Portionen außerdem direkt auf dem Backpapier ausstechen. So bekommst du Herzen, Sterne oder kleine Lebkuchenmänner, ohne den gesamten Teig mühsam ausrollen zu müssen.

Darum solltest du die Weihnachtsplätzchen probieren

Die Plätzchen sind unkomplizierter als klassisches Ausstechgebäck. Schließlich muss der Teig weder großflächig ausgerollt noch mehrfach von der Arbeitsfläche gelöst werden.

Außerdem bleiben die Haferflocken geschmacklich und optisch erkennbar. Ein Teil wird zu feinem Hafermehl gemahlen, während die übrigen Flocken nur kurz zerkleinert werden. Dadurch hält der Teig gut zusammen und behält trotzdem seine typische Haferstruktur.

Ahornsirup sorgt für eine milde Süße und unterstützt die goldbraune Färbung. Orange und Weihnachtsgewürze bringen schließlich das Aroma mit, das aus einem einfachen Haferkeks ein Weihnachtsplätzchen macht.

Welche Haferflocken eignen sich?

Für das Rezept sind zarte Haferflocken am besten geeignet. Sie lassen sich leicht mahlen und verbinden sich gleichmäßiger mit den übrigen Zutaten.

Von den insgesamt 160 Gramm werden 100 Gramm möglichst fein gemahlen. Die übrigen 60 Gramm sollten nur kurz in den Mixer gegeben werden. Dadurch werden sie kleiner, verschwinden aber nicht vollständig im Teig.

Kernige Haferflocken können ebenfalls verwendet werden. Allerdings solltest du sie etwas länger zerkleinern, da große, feste Flocken besonders bei Herz, Stern und Lebkuchenmann schnell für brüchige Kanten sorgen können.

Warum kommt Dinkelmehl in den Teig?

Das Dinkelmehl stabilisiert die Weihnachtsmotive. Gerade bei kleinen Armen, Beinen oder Sternspitzen reicht die Bindung aus Haferflocken allein nicht immer aus.

Gleichzeitig bleibt der Haferflockenanteil höher als der Mehlanteil. Damit stehen die Haferflocken weiterhin deutlich im Mittelpunkt des Rezepts – schließlich sind wir hier bei Haferflockey und nicht bei „Man könnte irgendwo eine Haferflocke gesehen haben“.

Falls du lieber vollständig auf Weizen- und Dinkelmehl verzichten möchtest, findest du dafür bereits ein eigenes Rezept für Haferflocken-Plätzchen ohne Mehl.

Die weihnachtlichen Gewürze

Zimt

Zimt bildet die aromatische Grundlage. Ein Teelöffel reicht aus, damit die Plätzchen weihnachtlich schmecken, ohne dass die Orange vollständig in den Hintergrund rückt.

Ingwer

Gemahlener Ingwer bringt eine milde Schärfe mit. Die angegebene Menge bleibt bewusst zurückhaltend. Schließlich sollen die Plätzchen wärmen und nicht unerwartet zurückbeißen.

Nelken

Nelken schmecken sehr intensiv. Deshalb genügt eine Messerspitze. Wer kein Nelkenaroma mag, kann die Zutat einfach weglassen und stattdessen eine kleine Prise Muskatnuss ergänzen.

Orange

Für das Orangenaroma werden fein abgeriebene Schale und ein Esslöffel Saft verwendet. Reibe ausschließlich die äußere orangefarbene Schicht ab. Die weiße Haut darunter kann bitter schmecken.

Ohne Haushaltszucker, aber nicht zuckerfrei

Die Weihnachtsplätzchen werden mit Ahornsirup gesüßt. Dadurch benötigen sie keinen gewöhnlichen weißen oder braunen Haushaltszucker.

Trotzdem sind die Plätzchen nicht zuckerfrei und auch nicht ohne Zuckerzusatz. Ahornsirup besteht ebenfalls zu einem großen Teil aus Zucker. Die sachlich korrekte Beschreibung lautet deshalb:

Weihnachtsplätzchen mit Haferflocken ohne Haushaltszucker

Die Plätzchen schmecken angenehm mild und nicht so süß wie viele klassische Weihnachtskekse. Wenn du normalerweise sehr süßes Gebäck isst, solltest du den rohen Teig wegen des enthaltenen Eis nicht probieren. Stattdessen kannst du beim ersten Backtest ein kleines einzelnes Plätzchen vorbacken und den Süßegrad anschließend beurteilen.

Runde Weihnachtsplätzchen formen

Die runde Variante ist besonders unkompliziert. Teile den gekühlten Teig dafür in ungefähr 20 Portionen und forme daraus lockere Kugeln.

Setze die Teigkugeln mit etwas Abstand auf das Backpapier. Anschließend drückst du sie mit leicht angefeuchteten Fingern etwa 6 bis 8 Millimeter flach.

Die Plätzchen verlaufen im Backofen nur wenig. Forme sie deshalb bereits vorher in der gewünschten Größe und Dicke. Kleine Risse an den Rändern sind kein Problem – sie lassen die Kekse handgemacht aussehen und sparen nebenbei die Diskussion darüber, welches Exemplar nun wirklich rund ist.

Weihnachtsmotive ohne klassisches Ausrollen

Der Haferflockenteig muss nicht als große Platte ausgerollt werden. Gerade durch die enthaltenen Haferflocken könnte er beim Anheben oder Umsetzen leichter reißen.

Einzelne Motive funktionieren deshalb besser:

  1. Eine kleine Teigportion direkt auf das Backpapier legen.
  2. Ein zweites Stück Backpapier darüberlegen.
  3. Den Teig etwa 6 bis 8 Millimeter flach drücken.
  4. Das obere Backpapier vorsichtig abziehen.
  5. Den Ausstecher in den Teig drücken.
  6. Den überschüssigen Teig rundherum entfernen.
  7. Kleine Risse mit feuchten Fingern schließen.

Das ausgestochene Plätzchen bleibt währenddessen auf seinem Platz liegen. Dadurch muss es nicht angehoben oder mit einem Messer zum Backblech transportiert werden.

Besonders gut funktionieren einfache, kompakte Formen wie Herzen und Sterne. Auch ein Lebkuchenmann ist möglich, allerdings sollten Arme und Beine nicht zu schmal sein. Sehr filigrane Schneeflocken oder Rentiere mit dünnem Geweih wären eher eine kleine Geduldsprüfung mit Bruchgarantie.

Warum runde Plätzchen und Motive leicht unterschiedlich aussehen

Die Motivplätzchen werden beim Formen etwas stärker zusammengedrückt. Dadurch kann ihre Oberfläche geringfügig glatter und kompakter wirken.

Die runden Plätzchen werden dagegen nur locker zu Kugeln geformt und anschließend flach gedrückt. Deshalb bleibt ihre Haferstruktur häufig etwas deutlicher sichtbar.

Beide Varianten bestehen jedoch aus demselben Teig. Der Unterschied sollte entsprechend klein bleiben und betrifft hauptsächlich die Oberfläche und die Ränder.

So werden die Plätzchen knuspriger

Für knusprigere Weihnachtsplätzchen solltest du die Portionen eher sechs als acht Millimeter dick formen. Backe sie anschließend so lange, bis die Ränder sichtbar goldbraun sind.

Danach müssen die Plätzchen vollständig offen auf einem Kuchengitter auskühlen. Erst beim Abkühlen werden sie fester.

Etwas dickere Plätzchen bleiben in der Mitte mürber und weicher. Welche Variante besser schmeckt, ist Geschmackssache. Auf einem gemischten Plätzchenteller darf es ruhig beides geben.

Sinnvolle Varianten

Mit Zitrone statt Orange

Du kannst den Orangenabrieb und Orangensaft durch die entsprechende Menge Zitrone ersetzen. Das Ergebnis schmeckt frischer und weniger klassisch weihnachtlich. Zimt und Ingwer passen trotzdem dazu.

Mit Lebkuchengewürz

Statt Zimt, Ingwer und Nelken einzeln abzuwiegen, kannst du etwa 1½ Teelöffel Lebkuchengewürz verwenden. Prüfe vorher die Zutaten, da Mischungen unterschiedlich intensiv schmecken.

Mit etwas Kakao

Für dunklere Weihnachtsplätzchen kannst du einen Esslöffel Dinkelmehl durch einen Esslöffel ungesüßten Backkakao ersetzen. Ergänze bei einem anschließend sehr festen Teig höchstens einen Teelöffel Orangensaft.

Als vegane Alternative

Für eine vegane Variante empfehle ich das bereits abgestimmte Rezept für vegane Plätzchen mit Haferflocken. Dort sind Fett- und Flüssigkeitsmenge von Anfang an auf einen Teig ohne Ei und klassische Butter ausgelegt.

Weitere grundsätzliche Möglichkeiten findest du außerdem im Ratgeber Ei ersetzen beim Backen.

Aufbewahrung

Lass die Weihnachtsplätzchen vollständig auskühlen, bevor du sie in eine Dose gibst. Restwärme kann sonst Feuchtigkeit bilden und die Plätzchen schneller weich machen.

In einer gut verschlossenen Keksdose halten sie sich bei kühler Zimmertemperatur ungefähr eine Woche. Lege zwischen mehrere Schichten etwas Backpapier, damit die Motive nicht aneinanderreiben.

Wenn die Plätzchen mit der Zeit weicher werden, kannst du sie einige Minuten bei etwa 140 °C Ober-/Unterhitze aufbacken. Anschließend müssen sie erneut vollständig offen auskühlen.

Häufige Fragen

Muss ich die Weihnachtsplätzchen ausstechen?

Nein. Die einfachste Variante sind runde Plätzchen, die mit den Händen geformt und anschließend flach gedrückt werden. Die Weihnachtsmotive sind lediglich eine zusätzliche Möglichkeit für den Plätzchenteller.

Kann ich den gesamten Teig ausrollen?

Grundsätzlich kann ein gut gekühlter Teig zwischen zwei Bögen Backpapier ausgerollt werden. Wegen der Haferstruktur ist die portionsweise Methode jedoch einfacher und das Gebäck muss nach dem Ausstechen nicht umgesetzt werden.

Warum ist mein Teig zu weich?

Möglicherweise war die Butter sehr warm oder der Teig konnte noch nicht ausreichend kühlen. Stelle ihn zunächst weitere zehn Minuten in den Kühlschrank. Bleibt er anschließend sehr weich, kannst du einen Esslöffel Dinkelmehl einarbeiten.

Warum zerbrechen die Motive?

Filigrane Ausstecher eignen sich für diesen Teig weniger gut. Verwende kompakte Formen und lasse die Plätzchen nach dem Backen mindestens zehn Minuten auf dem Blech ruhen. Erst danach sollten sie auf ein Kuchengitter gelegt werden.

Kann ich die Plätzchen einfrieren?

Ja. Lass sie vollständig auskühlen und friere sie anschließend luftdicht verpackt ein. Runde Plätzchen sind dafür etwas robuster als empfindliche Motive. Bei Zimmertemperatur können sie später langsam auftauen.

Konsistenz und wichtige Hinweise

Der gekühlte Teig soll weich, aber gut portionierbar sein. Er darf leicht kleben, sollte sich mit angefeuchteten Händen jedoch problemlos formen lassen.

Ergänze zusätzliches Dinkelmehl erst nach der vollständigen Kühlzeit. Häufig wird der zunächst weiche Teig durch das Quellen der Haferflocken und das Festwerden der Butter deutlich stabiler.

Die Plätzchen sind direkt nach dem Backen noch empfindlich. Nach etwa zehn Minuten auf dem Blech werden sie fester und können vorsichtig umgesetzt werden.

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Weihnachtsplätzchen mit Haferflocken

Diese einfachen Weihnachtsplätzchen mit Haferflocken schmecken nach Orange, Zimt und winterlichen Gewürzen. Der Teig wird ohne Haushaltszucker zubereitet und lässt sich entweder schnell zu runden Plätzchen formen oder portionsweise in weihnachtliche Motive verwandeln.
Vorbereitungszeit20 Minuten
Zubereitungszeit12 Minuten
Portionen 20 Kekse

Zutaten
  

  • 160 g zarte Haferflocken
  • 100 g Dinkelmehl Type 630
  • 100 g weiche Butter
  • 1 Ei Größe M
  • 50 g Ahornsirup
  • 1 EL Orangensaft
  • Abrieb von ½ Bio-Orange
  • 1 TL Zimt
  • ½ TL gemahlener Ingwer
  • 1 Msp. gemahlene Nelken
  • ½ TL Backpulver
  • 1 Prise Salz

Anleitungen
 

  • Von den Haferflocken 100 Gramm in einem Mixer möglichst fein mahlen. Die übrigen 60 Gramm nur kurz zerkleinern, sodass noch eine feine Haferstruktur erhalten bleibt.
  • Weiche Butter, Ei, Ahornsirup, Orangensaft und Orangenabrieb in einer Schüssel gründlich verrühren.
  • Gemahlene und zerkleinerte Haferflocken, Dinkelmehl, Zimt, Ingwer, Nelken, Backpulver und Salz vermischen.
  • Die trockenen Zutaten zur Buttermischung geben und alles zu einem gleichmäßigen, weichen Teig verarbeiten.
  • Den Teig abdecken und 20 Minuten in den Kühlschrank stellen. Während dieser Zeit nehmen die Haferflocken Feuchtigkeit auf und die Butter wird wieder etwas fester.
  • Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
  • Für runde Plätzchen jeweils eine kleine Teigportion abnehmen, locker zur Kugel formen und direkt auf dem Backpapier etwa 6 bis 8 Millimeter flach drücken. Die Ränder dürfen dabei unregelmäßig bleiben.
  • Für einzelne Weihnachtsmotive einen kleinen Teighaufen auf das Backpapier setzen. Ein zweites Stück Backpapier darauflegen und den Teig vorsichtig etwa 6 bis 8 Millimeter flach drücken. Das obere Papier abziehen und ein Herz, einen Stern oder einen einfachen Lebkuchenmann ausstechen.
  • Den überschüssigen Teig rund um den Ausstecher vorsichtig entfernen. Kleine Risse mit leicht angefeuchteten Fingern schließen. Beim Lebkuchenmann sollten Arme und Beine eher kurz und breit bleiben.
  • Die Plätzchen auf mittlerer Schiene etwa 12 bis 15 Minuten backen. Sobald die Ränder goldbraun werden, das Blech aus dem Ofen nehmen.
  • Die Weihnachtsplätzchen zunächst etwa zehn Minuten auf dem Backblech ruhen lassen. Anschließend vorsichtig auf ein Kuchengitter legen und vollständig auskühlen lassen.

Notizen

Der Teig muss vor dem Formen vollständig kühlen. Ist er danach noch sehr weich, kann ein Esslöffel Dinkelmehl eingearbeitet werden.
Die runden Plätzchen sind am unkompliziertesten. Für Motive immer nur einzelne Portionen direkt auf dem Backpapier flach drücken und ausstechen.
Dünnere Plätzchen werden knuspriger. Etwas dickere Exemplare bleiben in der Mitte mürber und weicher.
Ahornsirup ist zugesetzter Zucker. Die Plätzchen kommen ohne Haushaltszucker aus, sind aber nicht zuckerfrei.
Zwetschgen-Crumble mit Haferflocken
Dieser Zwetschgen-Crumble mit Haferflocken verbindet saftige, leicht säuerliche Zwetschgen mit goldbraunen Streuseln aus Haferflocken, Mandeln und gehackten Nüssen. Ahornsirup sorgt für eine milde Süße, während Zimt und Vanille das herbstliche Aroma abrunden.
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